das Fotografenkollektiv

R.I.P. Requiescat in Pace

„Wir repräsentieren uns durch Bilder, die prominent auf unseren Pinnwänden und Wänden hängen,
auf unseren Kommoden stehen, oder lassen via Bilder auf Internetplattformen andere an unserem Leben
teilhaben. Wir geben uns selbst ein Gesicht, wir konstruieren unser „Image“ durch Fotos.
Warum sollten wir nicht auch für das Bild sorgen, das uns nach unserem Tod repräsentiert?

Die Arbeit von Günther Brandstetter beschäftigt sich mit genau dieser Frage. Wie würden wir uns
zum „Anlass“ unseres irgendwann eintretenden Todes ins Bild setzen? Wie wollen wir die Endlichkeit
überdauern? Das Ergebnis ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich. Üblicherweise werden die Fotos,
die im Kontext des Bestattungszeremoniells inszeniert werden, von den Angehörigen der Toten ausgesucht.
Das einzelne letzte Bild hat dabei einen besonderen Anspruch: es wird aus seinem Kontext genommen
und steht für alle Bilder – als das Besondere, dem Unsterblichkeitscharakter zugeschrieben wird.“
(Michaela Seiser, Westlicht - Schauplatz für Fotografie)

eine Fotoserie von Günther BRANDSTETTER

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